Information: Was ist Dash (DASH) | anonym, schnell und sicher….?!

In diesem Blog möchten wir näher auf die digitale Währung DASH eingehen und die Hintergründe und Funktionen von Dash näher erläutern. Grundlegend sollte man sich merken, das Dash bereits seit dem Januar 2014 existiert und damit natürlich schon eine gewisse Entwicklung und damit auch Geschichte hat. So hatte Dash bereits 2 Namen und war eine ganze Zeit als XCoin oder Darkcoin bekannt. Der Name Dash kam erst deutlich später und sollte dieser digitalen Währung etwas mehr ansehen verschaffen und Dash aus der Schmuddel-Ecke ziehen.

  • Januar 2014 = XCoin
  • Februar 2015 = Darkcoin
  • März 2015 = Dash

Der Grund dafür liegt darin, das Dash (ehemals Darkcoin) gerne für nicht ganz legale Transaktionen und Machenschaften im Darknet genutzt worden ist, da Dash eine der wenigen digitalen Währungen ist, welche wirkliche in der Lage ist anonyme Transaktionen zu bieten. Hierbei gilt es jedoch direkt zu beachten, dass die Funktion „Private Send“ nur in der offiziellen Core Wallet vorhanden ist.

Doch neben der „Private Send Funktion“ bietet Dash deutlich mehr, sodass man versuchte die anderen Funktionen mehr in der Vordergrund zu rücken. So bietet Dash beispielsweise auch eine „Instand Send Funktion“, mit welcher es möglich ist eine Transaktion in durchschnittliche 1,21 Sekunden durchzuführen. Damit bewegt sich Dash auf einem sehr hohen Niveau im Bereich der Transaktionsgeschwindigkeiten von digitalen Währungen, was je nach Anwendung teils erhebliche Vorteile bieten kann.

Was Dash jedoch als vorrangiges Ziel möchte: „Man soll Dash als eine digitale Währung begreifen welche schnell und zudem auch anonym ist! Also eine Art digitales Bargeld

Dash Mining?

Dash kann per ASIC, GPU und per CPU im Mining geschürft werden. Wenn du mehr über das Thema Dash-Mining erfahren möchtest, dann empfehlen wir dir diesen Blog: Dash Mining #Lohnt sich das?! 

Video: Was ist Dash | What is Dash?

Hier kurz vorab ein sehr anschauliches Video zur digitalen Währung „Dash“. Leider ist das Video auf Englisch, doch die Inhalte werden unserer Meinung nach auf leicht verständliche „Art und Weise“ erklärt, sodass wir das Video zum Thema „Was ist Dash | What is Dash“ trotzdem eingebunden haben.

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Videoquelle: YouTube / Dash – Digital Cash

5 Fakten zum digitalen „Bar“-Geld -> Dash

  1. Dash wurde im Januar 2014 von Evan Duffield veröffentlicht und trug zunächst den namen Darkcoin, welcher Dash / Darkcoin ein sehr schlechtes Image verpasste.
  2. Dash bassiert zu großen Teilen auf dem Quellcode von Bitcoin, sodass die Integration von Dash sehr leicht ist, falls bereits schon eine Bitcoin-Infrastrucktur vorhanden ist.
  3. Dash hat eine unheimlich schnelle Blockzeit von nur ca. 2,5 Minunten. Des Weiteren kann sich die Difficulty beim Mining (Mining-Schwierigkeit) bei jedem Block anpassen.
  4. Die Miningerträge werden im Netzwerk mit 45/45/10 verteilt und gehen daher nicht zu 100 % an die Miner. 45 % gehen bei Dash nur an die Miner, die anderen 45 % gehen an die Masterknoten für InstandSend und PrivateSend und die restlichen 10 % gehen an die Entwickler um das Projekt „Dash“ finanzieren zu können.
  5. Um einen Masterknoten betreiben zu können benötigt man 1000 Dash. Ein Punkt der bei den aktuell sehr hohem Dashpreis für viel Kritik sorgt, ein Masterknoten für „normal Verdiener“ einfach fast unerreichbar ist.

Die Funktionen von Dash, welche Bitcoin-Freunde neidisch werden lassen …

Das Dash eine Art „veränderte Kopie“ von Bitcoin ist, haben wir ja bereits geschrieben, sodass sich nun im Jahre 2017 (nach 3 Jahren Dash) irgendwie auch ein Vergleich zwischen Dash und Bitcoin anbietet. Immerhin kann man behaupten, das die wurzeln von Dash im Bitcoin liegen. Spannend ist nun, was hat Dash daraus gemacht und welche Besonderheiten bietet Dash, welche Bitcoin-Freunde neidisch werden lassen.

Wissenswert ist an dieser Stelle sicherlich auch, das Dash auch Wurzeln im Bereich von CoinJoin hat. Bei CoinJoin handelt es sich um ein Konzept / Verfahren, das es ermöglicht Transaktionen in deren Privatsphäre durch Mischen zu verbessen.

Man kann sich daher das Konzept von CoinJoin wie einen großen Mixer vorstellen in den man 100 Transaktionen wirft. Die Dash-Coins werden nun alle Kräftig gemischt und dann an die entsprechende Zieladresse weitergeleitet. Wie man sich sicherlich denken kann, weiß  nach dem Mixen niemand mehr wo die Dash-Coins ihren echten Ursprung hatten, sodass die Privatsphäre und damit auch die Anonymität deutlich durch das Mixen gesteigert werden können.

Aber momentmal, geht das beim Bitcoin nicht auch?! Ja klar, das geht auch beim Bitcoin – jedoch nur mit einem dritten Teilnehmer der die Transaktionen mischt und den man dann im Zweifel auch noch vertrauen muss, das er keine Dokumentation über den Mix anlegt. Bei Dash muss man hingegen keiner dritten Person vertrauen, da der „Mixer“ direkt im Quellcode von Dash hinterlegt ist.

PrivateSend:

Mit dieser Funktion ist es bei Dash möglich, Transaktionen anonym im Dash-Netzwerk durchführen ohne das Rückschlüsse auf den Versender gezogen werden können. Realisiert wird dies über die Masternodes im Dash-Netzwerk, welche die Transaktionen sammeln, verschmelzen und neu bilden.

Wer mehr zum Thema und dem genauen Ablauf beim „PrivateSend“ erfahren möchte, dem empfehlen wir unbedingt sich die 10 Minuten zu nehmen und das Video „How Dash’s ‚PrivateSend‘ Works Under the Hood“ zu schauen. Hier wird die Funktion PrivateSend von Dash sehr schön und ausführlich erklärt. Natürlich ist das ganze etwas technisch und auch sehr theoretisch, sodass dies sicher nicht für jeden etwas ist.

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Videoquelle: YouTube / Dash – Digital Cash

InstantSend:

Hierbei handelt es sich um eine – insbesondere für Unternehmen – sehr interessante Funktion, welche Überweisungen beziehungsweise Transaktion ermöglicht, welche fast in Echtzeit ablaufen. Insgesamt betrachtet dauert eine InstantSend Transaktion im Dash-Netzwerk durchschnittlich 1,21 Sekunden – ein mehr als beachtlicher Wert. Bedenkt man doch, das es beispielsweise im Bitcoin Netzwerk teils deutlich mehr als 10 Minuten bis zur ersten Bestätigung dauert. Die Transaktion ist im Bitcoin-Netzwerk zwar auch sehr schnell sichtbar, doch für Unternehmen ist die Bestätigung der Transaktionen enorm wichtig, sodass die durchschnittlichen 1,21 Sekunden im Dash-Netzwerk nicht zu verachten sind.

Doch wie ist das möglich?! Ganz einfach, die InstantSend Transaktion wird an eine Masternode übermittelt, welche die Transaktion prüft. Ist alles okay sorgt nun die Masternode dafür das die DashCoins (der InstandSend Transaktion) gesperrt werden und nur noch in der Zieladresse auftauchen dürfen. Dabei verteilt die MasterNode natürlich diese Informationen entsprechend auch an alle anderen  Masternodes im Netzwerk, sodass ein DoubleSpend ausgeschlossen werden kann.

Um aber auch hier in diesem kurzem Zeitfenster eine Manipulation auszuschließen, wird die Masternode von der Wallet per Zufall ausgewählt.

Masternodes:

Die Könige im Dash-Netzwerk das sind die Masternodes, denn ohne Masternode läuft bei Dash eigentlich nichts mehr. Immerhin steuern diese wichtige Funktion wie InstandSend, PrivateSend, bestätigen Transaktionen, bestätigen neue Blöcke und gehören damit zu einem sehr wichtigen und festen Teil im Dash Netzwerk. Das tolle an den Masternodes im Dash-Netzwerk ist, das deren Leistung und deren Arbeit wirklich geschätzt und auch mit einem gewissen Geldbetrag untersützt wird. Ein Punkt den man beim Bitcoin-Netzwerk leider vermisst und welcher immer wieder zu heißen Diskussionen führt.

Dash Masternodes | Quelle: cryptoid.info/
Dash Masternodes | Quelle: cryptoid.info/

Um nun eine Masternode betreiben zu können, werden 1000 Dash benötigt. Welche (Stand: 26.08.2017) einen Wert von ca. 257.000 € haben. Damit ist leider auch klar, dass eine Masternode nicht mehr von jedem betrieben werden kann, was Dash momentan einiges an Kritik bringt, da dies die dezentralität des Dash-Netzwerks deutlich einschränkt.

Doch wie waren bei der Wertschätzung der Masternodes durch das Dash-Netzwerk. Grundsätzlich ist daher bekannt, das 45 % der Miningerträge an die Masternodes ausgeschüttet werden, das bedeutet das diese mit einer festen Rendite für das Betreiben der Masternode belohnt werden. Es gilt nämlich zu beachten, das die 1000 Dash der Masternode eingefroren sind und nicht bewegt werden können und dürfen.

Die Höhe dieser Belohnung für den Masternode-Betreiber liegt aktuell bei ca. 2 Dash pro Woche beziehungsweise 8 Dash pro Monat. Bei einem Preis von 257,14 € pro Bitcoin macht dies pro Woche 514,28 € oder 2057,14 € pro Monat. Betreibt man die Node nun das ganze Jahr, so erhält der Betreiber dafür ca. 24685,71 €, was einer Rendite von 9,61 % entspricht.

In unserem kleinen Beispiel gilt es jedoch zu beachten, dass wir immer mit 4 Wochen pro Monat gerechnet haben, sodass insgesamt nur 48 Wochen berücksichtigt worden sind, sodass das Ergebnis leicht verzehrt dargestellt ist. Insgesamt betrachtet handelt es sich jedoch eh nur um Schätzwerte, da die Belohnung für die Masternodes schwankt.

Die Masternodes als Regierung im Dash-Netzwerk?!:

Neben den bisher genannten Eigenschaften und Funktionen darf man nicht vergessen, dass die Masternodes auch darüber bestimmen, wie es mit der Entwicklung von Dash weitergeht und was für neue Funktionen integriert oder verändert werden. So kann man mit einer Masternode über Vorschläge seitens der Entwickler abstimmen. Ein Beispiel für diese „Funktion“ ist sicherlich die Abstimmung zu Beginn des Jahrs 2016, wo die Masternodes innerhalb von 24 Stunden für die Anhebung des Blocksize-Limits auf 2 MB stimmten.

Vergleicht man diese Modell und das Vorgehen mit dem Bitcoin-Netzwerk – in welchen man seit Jahren über eine Blocksize-Erhöhung diskutiert – muss das Dash-Netzwerk und deren Node-Modell sicherlich als modern und fortschrittlich bezeichnet werden.

Ist Dash wirklich sicher? #Masternodes bestätigen Transaktionen / InstandSend

Wie jede digitale Währung auch, so hat auch Dash sicherlich eine Schwachstelle und zwar die 51%-Attacke. Bei dieser 51%-Attake könnte der Angreifer selbst mindestens 51% der Masternodes bereitstellen und so versuchen eine Manipulation im Dash-Netzwerk herbei zu führen.

Doch wie so oft ist diese vermeintliche Schwachstelle gar nicht so leicht zu nutzen, sodass es sich hierbei eher um ein theoretisches Modell handelt. Doch was würde solch ein Angriff den eigentlich ca. Kosten? – Einfach um mal ein Gefühl dafür zu bekommen wie realistisch oder eher gesagt, wie unrealistisch es ist das jemand beim Dash-Netzwerk eine 51% Attacke startet.

Dazu nun ein paar Annahmen oder Regeln:

  1. Für eine Masternode werden 1000 Dash benötigt
  2. Im Dash-Netzwerk gibt es aktuell 4609 Masternodes in 42 Ländern
  3. Der Preis für einen Dash liegt bei 257,14 € pro Dash
Dash Chart vom 26.08.2017 | Quelle: coinmarketcap.com
Dash Chart vom 26.08.2017 | Quelle: coinmarketcap.com

Um nun 51 % des Masternode-Netzwerkes zu übernehmen braucht es also 2351 Masternodes in der Hand des Angreifers. Da die anderen Masternodes natürlich nicht einfach abschaltet, braucht der Angreifer jedoch neue Masternodes die er selber erstellt. Um damit auf 51% zu kommen müsste der Angreifer also selbst 4798 Masternodes in das Dash-Netzwerk bringen. Dann würde es insgesamt ca. 9407 Masternodes geben, wovon 51% in der Hand des Angreifers liegen.

Da wir wissen das pro Masternode im Dash Netzwerk 1000 Dash benötigt werden, braucht der Angreifer also (1000 x 4798 ) = 4.798.000 Dash. Bei einem Preis von 257,14 € pro Dash macht das einen Kapitalbedarf von  1.233.757.720 € oder anders 1,233757720 Milliarden €. Sicherlich nicht leicht eine solche große Menge Dash zu kaufen ohne dabei den Preis selbst in die Höhe zu treiben und den Angriff damit noch teurer werden zu lassen.

Zudem sollte bedacht werden, das momentan nur 7.514.678 Dash (Stand: 26.08.2017) durch Mining erzeugt worden sind, wovon ca. pro Tag nur 232.000 Dash gehandelt werden. Es ist daher sicherlich nicht ausgeschlossen das mal jemand auf die Idee kommt eine 51% Attacke auf Dash zu starten, doch die Umsetzung einer solchen Attacke ist dann doch eine andere Nummer und mehr als unwahrscheinlich.

Technische Daten von Dash

Hier kurz und knapp ein paar technische Daten zu Dash. Sicherlich nicht für jeden von Interesse, doch für den einen oder anderen sind die Daten teils sehr wichtig.

  • GPU-Miner aus 2017
    GPU-Miner aus 2017

    Release date: 11PM EST, 18th January 2014 / No premine

  • X11 hashing algorithm: 11 rounds of scientific hashing functions (blake, bmw, groestl, jh, keccak, skein, luffa, cubehash, shavite, simd, echo)
  • Block reward is controlled by: 2222222/(((Difficulty+2600)/9)^2)
  • CPU/GPU mining
  • Block generation: 2.5 minutes
  • InstantSend confirmation: ~5 seconds
  • Difficulty retargets using Dark Gravity Wave
  • 7.1% decrease in the number of coins generated per year
  • Est. ~18.9M Max Coins
  • Decentralized Masternode Network
  • Superior Transaction Anonymity using PrivateSend

Quelle der Daten: https://www.dash.org/specifications/

Die Dash Evolution

Zum Ende des Jahres 2017 soll ein Projekt von Dash vorgestellt werden, welches unter der Bezeichnung „Dash Evolution“ läuft. Dieses Projekt soll dafür sorgen, dass die Handhabung deutlich vereinfacht und damit insbesondere für Laien die Eintrittsschwelle herabgesetzt wird. Zudem soll das Dash Netzwerk durch dieses Projekt deutlich dezentraler werden. Vermutlich ist dies ein Schritt auf die Kritik hin, dass es sich heute kaum noch jemand leisten kann eine Masternode zu betreiben.

Es wird daher im Dash-Netzwerk wohl auch kleine Nodes geben, welche ebenfalls über gewisse Rechte verfügen und daher auch für den Betrieb belohnt werden. Wie das Konzept hinter „Dash Evolution“ jedoch genau aussehen wird und wie hoch die Belohnung ist, da müssen wir uns einfach überraschen lassen. Wir sind jedenfalls mehr als gespannt wie sich die Änderungen im Dash-Netzwerk auswirken werden.