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Ratgeber für Riser Cards / Riser Adapter #Tipps und Informationen

Wenn Miner mit Grafikkarten Kryptowährungen schürfen, kommen dabei meist Riser Cards / Riser Adapter zum Einsatz. Dabei handelt es sich um sogenannte Erweiterungskarten oder Adapter, mit welchen die verwendete Grafikkarte nicht am dafür vorgesehenen Platz auf dem Mainboard platziert werden muss.

Stattdessen kann diese in einer anderen Position oder auch außerhalb des Mainboards auf einem Mining Rig platziert werden. Dies bietet gleich mehrere Vorteile, auf welche wir im weiteren Verlauf dieses Artikels detailliert eingehen werden.

Mehr Grafikkarten pro Rig

Während in einem normalen PC meist nur eine oder zwei Grafikkarten verbaut werden können, ist es durch den Einsatz von Riser Cards möglich, sechs, acht oder mehr GPUs pro Mining Rig zu betreiben und diese über denselben Prozessor zu steuern. Hierzu werden die Grafikkarten nicht direkt auf dem Mainboard installiert, sondern per Riser Card mit diesem verbunden. 

Die GPUs können so mit einem größeren Abstand zueinander verbaut werden, was auch für die Kühlung von Vorteil ist. Auch die Energieeffizienz lässt sich steigern, indem mehrere Grafikkarten über denselben Prozessor gesteuert werden. 

Dass es möglich ist, so viele Grafikkarten pro CPU zu betreiben, liegt auch an der Adapter-Funktion der Riser Card. Sie kann in den 1x PCIe Anschluss des Mainboards gesteckt werden, so dass die Grafikkarte dann nicht wie gewöhnlich über einen 16x PCIe Anschluss betrieben werden muss. Da beim Mining im Vergleich zum Gaming nur ein sehr geringer Datenaustausch zwischen CPU und GPU erfolgt, reicht die einfache Leitung hierfür vollkommen aus. Für einen Gaming-PC wäre eine derartige Nutzung der Riser Cards dagegen nicht denkbar. 

Letzte Aktualisierung am 25.03.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bessere Kühlung bei externen Mining Rigs

Mining von Kryptowährungen erfordert eine hohe Rechenleistung, weswegen die verwendeten Grafikkarten sich recht schnell erhitzen. Sind diese doch beim Schürfen von Kryptowährungen quasi durchgehend zu 100 % ausgelastet, um eine möglichst große Hashrate zu erzielen. Daher ist es wichtig, auf eine gute Kühlung zu achten, da es sonst zu einer Beeinträchtigung des Arbeitsprozesses und im schlimmsten Fall zu Schäden an der Hardware kommen kann. 

Für die Kühlung werden in der Regel sehr leistungsstarke Lüfter verwendet, welche so deutlich weniger Arbeit leisten müssen, wenn die einzelnen Grafikkarten einen gewissen Abstand zueinander haben. Dies ist durch die Installation auf einem speziellen Mining Rig problemlos möglich. So lässt sich Strom sparen, welcher beim Mining eine wichtige Ressource darstellt. 

Der Temperaturaustausch bei einem Mining Rig kann auch verbessert werden, indem man auf ein klassisches Gehäuse verzichtet. Da die Grafikkarten in diesem Fall aber dem Staub und dem Schmutz aus der Umgebung direkt ausgesetzt sind, sollte auf ein sauberes Umfeld geachtet werden. Ansonsten kann Verschmutzung die Leistung und die Lebensdauer der Grafikkarten negativ beeinflussen. Wir empfehlen an dieser Stelle unser GPU Mining Rig Frame (Link zur Vorstellung)

GPU Mining Gehäuse von bitcoin-live.de
GPU Mining Gehäuse von bitcoin-live.de

Einsteiger benötigen nicht zwingend eine Riser Card

Wer das Mining zunächst nur kennenlernen und selber ausprobieren möchte, muss hierfür nicht zwangsläufig eine Riser Card anschaffen. Wird zunächst nur eine Grafikkarte verwendet, kann diese auch auf die herkömmliche Art direkt auf dem Motherboard installiert werden. Auch bei der Nutzung von zwei Grafikkarten ist dies in den meisten Fällen kein Problem.

Allerdings bietet auch hier die Verwendung von Riser Cards gewisse Vorteile. Insbesondere die bereits erwähnte Erwärmung der GPUs kann durch einen größeren Abstand der Grafikkarten verringert werden. Wer sich nach einer ersten Testphase intensiver mit Mining beschäftigen und die Energieeffizienz seiner Hardware verbessern möchte, sollte daher früher oder später in Riser Cards investieren.

Powered“ oder „unpowered“?

Riser Cards sind mit oder ohne eigene Stromversorgung erhältlich. Die meisten Miner bevorzugen die sogenannten „Powered Riser Cards“, welche ihren Strom durch eine externe Versorgung erhalten.

Sie laufen zuverlässiger und stabiler und unterstützen somit einen reibungslosen Ablauf des Schürfvorgangs. Aber auch mit Karten ohne eigene Stromversorgung lassen sich gute Ergebnisse erzielen, so dass diese immer noch eine klare Verbesserung zum Mining ohne Riser Card darstellen.

Des Weiteren sei an dieser Stelle angemerkt, das wir von Riser Cards mit SATA-Anschluss dringend abraten, da dies zu einer Überlastung führen kann. Daher verwenden wir selbst nur Riser Cards mit PCIe-Power (Affiliate Link) oder im zweifel Riser Cards mit Molex Stromversorgung (Affiliate Link). Beide Produkte haben wir für dich, hier zum Anbieter Caseking.de verlinkt.

1x PCIe Slots können durch die Riser Cards genutzt werden

Bei einem normalen PC gibt es in der Regel nur einen oder zwei 16x PCIe Slots. Diese Steckplätze sind bei normaler Nutzung des Computers für den Betrieb einer Grafikkarte erforderlich. Werden zum Beispiel Computerspiele gespielt, so erfolgt hierbei ein intensiver Austausch zwischen Grafikkarte und CPU.

Dies ist beim Mining anders, denn die Rechenarbeit wird hierbei von der Grafikkarte erledigt. Ein Austausch zwischen Karte und Prozessor erfolgt nur in geringem Ausmaß: Die GPU erhält eine Rechenanweisung, arbeitet dann und sendet im Erfolgsfall das Ergebnis zurück an die CPU. Daher können beim Mining auch die in den meisten Fällen zahlreich vorhandenen 1x PCIe Slots genutzt werden. Die Riser Card dient hierbei als eine Art Adapter, denn sie kann die Grafikkarte wahlweise mit einem 16x oder einem 1x Slot verbinden. 

Für den Datenaustausch zwischen GPU und CPU reicht auch die einzelne Datenbahn des 1x Slots aus. So können die vielen Grafikkarten eines Mining Rigs mit nur einem Prozessor gesteuert werden. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass durch ein externes Mining Rig alle vorhandenen Slots genutzt werden können. Wird eine Grafikkarte direkt auf dem Motherboard installiert, überdeckt sie oft weitere Slots, welche dadurch nicht mehr verwendet werden können. Dies ist bei Riser Cards nicht der Fall. 

Der Preis: Was kosten gute Riser Cards?

Riser Cards sind relativ günstig erhältlich. Schon für wenige Euro können sie bei verschiedenen Anbietern erworben werden. Dies ist ein weiterer Grund, warum ambitionierte Miner nicht auf die nützlichen Helfer verzichten sollten. Da die Riser Cards eine bessere Nutzung der CPU und eine bessere Kühlung der GPUs ermöglichen, wodurch im Endeffekt die Stromkosten reduziert werden können, lohnt sich der Kauf dieser Komponente. 

Für den Kauf einer Riser Card ist es nicht nötig, sich an einen speziellen Anbieter für Mining-Hardware zu wenden. Die Cards können auch beim Fachhändler für Computerzubehör oder online zum Beispiel über Amazon erworben werden. 

Es gibt zwar bestimmte Riser Cards, die besonders häufig von Minern gekauft werden, prinzipiell sind aber die meisten PCIe Riser Cards für die Verbindung der Grafikkarte mit der CPU geeignet. Wir selbst haben jedoch oft gute Erfahrungen mit Riser Cards ab etwa 10 € pro Stück machen dürfen. Hierbei können wir insbesondere die Riser Cards von Kolink sehr empfehlen.

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Riser Cards in verschiedener Ausführung erhältlich

Die für das Schürfen von Kryptowährungen verwendeten Riser Cards bestehen aus zwei Platinen, welche miteinander verbunden sind. Die kleinere Platine wird an das Mainboard angeschlossen, die größere enthält den Slot für die Grafikkarte. 

Beim Kauf einer Riser Card sollten User darauf achten, dass die gewählte Karte für die geplante Verwendung geeignet ist. Im Handel sind nicht nur Karten für die von Minern verwendeten PCIe Steckplätze erhältlich, sondern auch Riser Cards für PCI-, AGP- und ISA-Erweiterungssteckplätze. Diese werden für andere Zwecke eingesetzt. 

Für die externe Installation der GPUs auf einem Mining Rig ist es außerdem erforderlich, dass es sich um sogenannte flexible Riser Cards handelt. Bei diesen sind die beiden Platinen mit einem Kabel verbunden, so dass eine problemlose Auslagerung der Grafikkarte möglich ist. Dies funktioniert dagegen nicht mit einer Riser Card, bei welcher beide Steckplätze auf einem festen Stück miteinander verbunden sind, und die zum Beispiel dazu dienen, die Grafikkarte parallel zum Motherboard zu installieren. 

Außerdem ist beim Kauf noch darauf zu achten, ob es sich um eine „unpowered“ oder eine „powered“ Riser Card handelt. Letztere werden wohl von den meisten Usern bevorzugt.  Wie bereits geschrieben empfehlen wir die powered Riser von Kolink.

Fazit: Riser Cards sind eine wichtige Komponente beim GPU-Mining

Wer mit bestmöglicher Effizienz Kryptowährungen mit Grafikkarten schürfen möchte, kommt nicht um den Kauf von Riser Cards herum. Diese Erweiterungskarten können als Adapter genutzt werden, wodurch sich die GPU auch an einem 1x PCIe Slot anbringen lässt.

Diese Steckplätze sind an modernen Computern in vielfacher Ausführung vorhanden, so dass mit einer CPU mehrere Grafikkarten betrieben werden können. Diese werden dann nicht direkt auf dem Motherboard installiert. Stattdessen kann ein spezielles Mining Rig verwendet werden, auf welchem die GPUs mit einem gewissen Abstand verbaut werden. Dadurch ist eine bessere Belüftung möglich, und es muss weniger Energie für die Kühlung der Karten aufgebracht werden. 

Riser Cards sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Miner nutzten in der Regel flexible Karten und bevorzugen eine externe Stromversorgung, welche mit einer höheren Zuverlässigkeit verbunden ist. 

Das Mining mit einer oder zwei Grafikkarten ist zwar auch ohne Riser Card möglich, dies ist allerdings meist nur für Einsteiger sinnvoll, die zunächst einmal nur Erfahrungen sammeln möchten. Langfristig lohnt sich die Anschaffung geeigneter Riser Cards, da diese die Effizienz der Hardware steigern. Im Gegensatz zu leistungsstarken Grafikkarten und anderer Mining-Hardware sind Riser Cards im Handel recht günstig erhältlich. 

 Veröffentlicht am: 12.06.2017 | Aktualisiert am: 3.10.2018